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Baku - Stadt der schlagenden Winde
Der persische Name Baku der kaspischen Metropole verweist nicht nur auf ihr windiges Wetter, sondern auch auf ihre kontrastreiche städtebauliche Geschichte. Die Entwicklung im angebrochenen 21. Jahrhundert ist dabei von besonderer Bedeutung und unterstreicht den Wandel: Allein in den Jahren von 2000 bis 2008 wurden mehr als 800 neue Hochhäuser in der Innenstadt Bakus errichtet, Grundstückspreise steigen rasant, alte Bausubstanz muss weichen, Menschen verlieren ihre Wohnungen, die Neubauten werden oft mangelhaft errichtet. Dabei blickt Baku auf ein reiches architektonisches Erbe zurück. Gründerzeitartige Bauten reihen sich aneinander, Boulevards und große Promenaden prägen das Stadtbild und geben der im Kern orientalischen Stadt eine europäische Anmutung, ähnlich wie Paris oder Berlin. Dabei stehen die neu gebauten Appartements stehen oft leer, Wohnungen werden nicht selten nur als Geldanlage gekauft. Sowohl das Buch als auch die Ausstellung beabsichtigen, den Blick auf das verschwindende kulturelle Erbe Bakus freizugeben, stellvertretend für die globalisierte Entwicklung vieler Staaten des ehemaligen Ostblocks. Die Bilder entstanden im Rahmen des sog. ASA-Programms, einem staatlich-teilfinanzierten Praktikumsprogramm, zu dem im Februar 2008 Oriana Kraemer, damals Architekturstudentin der Bauhaus-Uni in Weimar in Weimar und ich, damals Fotografie-Diplomand der Hochschule für Künste in Bremen ausgewählt wurden. Von August bis November 2008 arbeiteten wir in Baku – haben recherchiert, uns mit Städteplanern und Architekten getroffen, Interviews, Skizzen gemacht und fotografiert. Aus dem Projekt entstand ein Buch mit 61 Fotografien und Texten, das Sie für 26,10 EUR vorbestellen können. Hier zeige ich lediglich eine Auswahl von 28 Bildern, die auch in Form einer Ausstellung im Original anzuschauen sind. Eine kleiner Ausschnitt Orianas Text finden Sie ebenfalls in der Sektion Buch. |
