Im Januar 2007 bin ich an die Weser entlang gewandert. Bei meiner Serie „In der Natur“ geht es nicht darum, die Weser als solche zu beschreiben, sondern darum, die melancholische Stimmung einzufangen, die ich empfand.
Die Melancholie als Projektion der eigenen Schwermut in die Außenwelt ist ein in der Literatur und der Kunst oft verwendetes Motiv. Sie zeigt sich ambivalent: zwischen dem Zweifel, wer man ist und wohin man gehört und der Erkenntnis, dass man ist.

Die Anordnung in Diptiques scheint mir ideal, um das oben Geschriebene in Form von Menschen- und den dazugehörigen Naturportraits darzustellen. Alle dargestellten Menschen such(t)en diese Stellen auf, um zur Ruhe zu kommen, um zu sich zu kommen.