Im Rahmen der BlindCycle Tour von Bremen nach Singapur haben einige der 21 blinden  Teilnehmer fotografiert. Sebastian Burger, Fotokünstler und Initiator des Tandemprojektes gab allen Interessierten eine manuelle Sucherkamera in die Hand. Der blinde Mitfahrer konnte auf Gehör oder Tasten hin die Entfernung zum zu fotografierenden Objekt einstellen, den Bildwinkel einschätzen und auf diese Weise eigenständige Bilder machen. Die Reichweite der blinden Fotografen, deren Bilder in der Ausstellung Blind fotografiert zu sehen sind, reichen von Portraits bis hin zu Details der Strecke und des erlebten zwischen Bremen und Singapur.

Einige blinde Fotografen haben schwarz-weiß, andere in Farbe fotografiert – aus individuellen Gründen, wie Erinnerung an Farben vor der Erblindung zum Beispiel. „Dieses Projekt“, so Burger, „ist die perfekte Antwort auf die Frage, was denn Blinde bitteschön auf solch einer Reise mitbekommen würden. Ganz viel natürlich. Und das konnten sie mit der Fotografie konservieren und in die Welt der Sehenden hieven.“

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Die zwölf Fotografien, die online sind, sind von Toni Reicksmann (Bild  1-3), Marion Rieckmann (4-6), Dirk Graf (7-10) und Ramon Kathrein  (11,12).